Gespensterjäger auf eisiger Spur

Unsere gemeinsame Lesenacht war ein gelungener Abschluss vor den Sommerferien.

Am frühen Abend trafen sich die Gespensterjäger der Klasse 4a in der Turnhalle. Bevor die Suche nach dem Schulgespenst losging, mussten noch einige Vorbereitungen getroffen werden: Nach und nach wandelte die Turnhalle sich zu einem gemütlichen Schlafgemach.

Wir informierten uns anschließend im Buch von Cornelia Funke “Gespensterjäger auf eisiger Spur” über verschiedene Gespensterarten und Möglichkeiten sie zu vertreiben. Bewaffnet mit den notwendigen Gegenständen: einer Wärmflasche, etwas Rotem, einem Spiegel, einem rohen Ei und Taschenlampen machten wir uns dann bei Einbruch der Dämmerung auf die Jagd nach dem Schulgespenst. Auf dem Schulhof fanden wir mehrere Hinweise. Sie führten uns über das gesamte Schulgelände und stellten uns vor verschiedene Aufgaben, die wir lösen mussten. Auf dem letzten Stück der zerschnittenen Karte war der Standort des Gespenstes eingezeichnet. Leise und vorsichtig gingen wir in den Schulkeller. Unter der Treppe entdeckten wir es — das Schulskelett, präpariert als ermordeter Pirat. Beruhigt atmeten wir auf, — bis diese eigenartigen Geräusche zu hören waren: Glirrende Ketten, der dumpfe Schall eines auftretenden Holzbeins, gruselige Rufe. Wir erschraken und die Unsicherheit war zu spüren: Gibt es doch ein Schulgespenst? Die Erleichterung war groß, als wir Herrn Kügelgen entdeckten. Er hatte uns ordentlich Angst eingejagt. Daraufhin las er uns eine eigens geschriebene Gruselgeschichte vor, in der alle Kinder der Klasse vorkamen. Die war wirklich toll!

Anschließend hatten wir uns eine echte Pause verdient. Bei Knabbereien machten wir es uns mit unseren Lieblingsbüchern gemütlich. Mit Taschenlampen lasen wir noch bis um Mitternacht.
Am nächsten Morgen überraschten uns die Eltern mit einem Frühstück. Sie sahen in sehr fröhliche, aber müde Kinderaugen. Es gab viel zu erzählen.